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Schul- und Bürgerzentrum am Gadamerplatz

Projektbeschreibung

Prägendes Entwurfselement ist die Anwendung zweier Grundrechenarten: Durch ablesbare Subtraktion und Addition von baulichen Volumen wird den unterschiedlichen Anforderungen und Funktionen der einzelnen Bildungseinrichtungen angemessen Rechnung getragen. Des Weiteren werden durch das „Herausschneiden“ bzw. die Subtraktion von Baumassen vielfältige und urbane räumliche Abfolgen erzeugt. Der Zusammengehörigkeit der Baukörper wird in baulicher Hinsicht durch die Ausbildung der Kubaturen klar Ausdruck verliehen. Bei den herausgelösten Baumassen handelt es sich um öffentliche und halböffentliche Nutzungen, wie das Bürgerzentrum, die Mensa (Aula) und die Turnhalle der weiterführenden Schule. In diesem Kontext entstehen nicht nur lebendige Freiräume, sondern auch ein sich der Bevölkerung öffnendes Gebäudeensemble. Darüber hinaus bieten sich Wechselwirkungen zwischen den jeweiligen Bildungseinrichtungen durch die (Doppel-)Nutzung von Räumlichkeiten (Bürgersaal, Aula, Turnhalle, Mensa) an. Es entsteht ein Ort bzw. Platz, der Offenheit und Transparenz ausstrahlt und zugleich das städtebauliche Gefüge an seiner exponierten Lage markiert und einen Dialog mit dem grünen Stadtrand herstellt. Der Gadamerplatz wird somit zu einer zentralen Schnittstelle in der Bahnstadt und schafft eine Vernetzung zwischen Natur und Stadt.

Die aus der Übertragung von Topografie und dem historischen Verlauf von Bahngleisen resultierende Linearität in Ost-West-Richtung wird zudem in Richtung des Zollhofgartens fortgesetzt. Dies geschieht im nördlichen Bereich der weiterführenden Schule in Form einer öffentlichen fußläufigen und witterungsgeschützten Durchwegung, im Süden über die Noetherstraße. Diese Durchwegung dient gleichzeitig als Erschließungband der halböffentlich genutzten Bereiche, wie der (Stadtteil-) Bibliothek, der Mensa etc.. Des Weiteren wird durch diese direkte Anbindung eine Verknüpfung zwischen dem „Campus am Zollhofgarten“ auf der einen Seite und angrenzenden übrigen Nutzungen auf der anderen Seite hergestellt. Die Neugestaltung und Bebauung des Gadamerplatzes ermöglicht das Entstehen vielfältiger Synergien (z.B. Vereinssport, Stadtteilbibliothek) sowohl zwischen den neuen Bildungseinrichtungen als auch mit der Bevölkerung der Umgebung.


Projektdaten

Aufgabe
Schul- und Bürgerzentrum Gadamerplatz
„Haus des gemeinsamen Lernens“

Auftraggeber
Stadt Heidelberg

Mitarbeiter

Benjamin Hachtmann | Henri Stüttgen

Bearbeitung
2. stufiger Hochbau- und Freiflächenrealisierungswettbewerb
Oktober 2012

In Zusammenarbeit mit
Felix Holzapfel-Herziger
Landschaftsarchitektur+

Größe
BGF 12.000 qm

Project description

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Project data

Task
Competition

Client
City of Heidelberg (GER)

Project Leaders

Benjamin Hachtmann | Henri Stüttgen

Status
Competition October
2012

In collaboration with
Felix Holzapfel-Herziger
Landschaftsarchitektur+

Size
12.000 sqm